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Gasleck führt zu Evakuierungen

IMG 4449Eine angebohrte Gasleitung führte zu einem mehrstündigen Einsatz in der Bahngasse in Wiener Neustadts Innenstadt am Abend des 8. Jänner 2018. Drei Wohnungen mussten evakuiert und belüftet werden. Der aus Sankt Pölten zusätzlich angerückte Gasspürtrupp der EVN stellte mit Spezialmessgeräten im Mauerwerk eine hohe Gaskonzentration fest. Verletzt wurde wie durch ein Wunder niemand. 

Die Feuerwehr Wiener Neustadt wurde um kurz vor halb sieben Uhr abends über den Notruf 122 alarmiert. Die anwesende Hausmannschaft rückte unverzüglich mit einem Tanklöschfahrzeug und den entsprechenden Messgeräten aus. Bei der Ankunft wurde dem Feuerwehreinsatzleiter von einer Person mitgeteilt, dass der Einsatz nicht mehr erforderlich sei. Dennoch begab sich ein Trupp in die betroffene Wohnung und stellte eine massive Gaskonzentration fest. Sofort wurde die Nachalarmierung weiterer Kräfte und der EVN veranlasst. 

Drei Wohnungen wurden evakuiert und der Strom abgeschaltet. Zeitweise wurden die Personen - darunter ein Kleinkind - in einem Bus der WNSKS untergebracht. Fehlende Pläne führten zu einer Suche nach dem Gasabsperrhahn. Der anwesende Lokalbesitzer eines beliebten Pubs unter den betroffenen Wohnungen konnte der  Feuerwehr den Zugang zu dem Absperrhahn für die oberen Wohnungen zeigen. Das Gas wurde abgesperrt und die Wohnungen mittels Hochleistungslüfter belüftet. 

Der durch die Wiener Neustädter EVN alarmierte Gasspürtrupp der EVN aus St. Pölten stellte bei Messungen im Mauerwerk nach etwa einer Stunde Einsatz immer noch eine hohe Gaskonzentration von 50 Vol.% fest, also weit über den Maximalwerten für die Messgeräte der Feuerwehr. Erst nach zweieinhalb Stunden konnte Entwarnung gegeben werden und alle Personen konnten in ihre Wohnungen zurück. Für die Dauer des Einsatzes war die Bahngasse, eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Burgplatz und Bahnhof, gesperrt.

"Gas dringt in und durch das Mauerwerk vor. Gas kann auch durch Mauern nicht aufgehalten werden", weiß Branddirektor Josef Bugnar, Kommandant der Feuerwehr Wr. Neustadt und Einsatzleiter an jenem Abend. "Es muss unbedingt eine professionelle Lüftung durch die Feuerwehr nach einem Gasleck durchgeführt werden und das Energieversorgungsunternehmen muss die Wohnungen freimessen, bevor man gefahrlos in seine Wohnung zurück kann." 

Das Gas bleibt bis zur Reparatur der angebohrten Gasleitung im betroffenen Stockwerk abgedreht. Der Strom konnte wieder eingeschaltet werden. Die Feuerwehr Wiener Neustadt stand mit 16 Mann und vier Fahrzeugen 2 Stunden und 45 Minuten im Einsatz. 

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