Lange war es geplant, die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt an Hand geschichtlicher Dokumente und zahlreicher anderen Aufzeichnungen nicht nur neu, sondern auch ausführlich niederzuschreiben. Der ehemalige Kommandant der Feuerwehr Wiener Neustadt Ehren-Landesbranddirektor Stellvertreter Ing. Herbert Schanda war immer schon geschichtlich interessiert. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst war es ihm möglich, dieses Vorhaben in Angriff zu nehmen. In neun Bänden wurde durch ihn in akribischer Arbeit die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt aufgearbeitet.

Seine Arbeit findet sich in neun Bänden wieder, die die Geschichte des Brandschutzes in Wiener Neustadt bis zum Jahr 2012 beschreiben. 

Die Jahre nach 2012 werden durch Kamerad Harald Sander bearbeitet. Sobald etwas Neues erscheint, erfahren Sie es hier…

Band 6: Zerstörung und Wiederaufbau (1938 - 1969)

Zum Abschluss der Feierlichkeiten, bei denen des 150-jährigen Bestandes der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt gedacht wurde, fand am 27. Oktober 2012 ein Festakt mit den Feuerwehrmitgliedern und geladenen Gästen statt. Dabei hielt der Autor dieser Feuerwehrchronik, ELBDStv, BrdDir. a. D. Ing. Herbert Schanda nicht nur einen Vortrag über die Geschichte der Feuerwehr Wiener Neustadt halten, sondern stellte auch den sechsten Band der Wiener Neustädter Feuerwehrgeschichte vor.

Fast auf den Tag genau, fünf Jahre nach dem Untergang der Demokratie, verschwand Österreich von der Landkarte. Unser Heimatland war am 13. März 1938 dem Deutschen Reich angeschlossen worden.

Zwar blieb bis November 1939 die bisherige Organisationsform des Feuerwehrwesens unverändert, aber dennoch stellten die bisherigen Führungskräfte der Stadtfeuerwehr schon am 1. April 1939 ihre Ämter zur Verfügung.

Die neuen Machthaber bereiteten sofort alles für einen Krieg vor und rechneten auch mit Luftangriffen und heftigen Zerstörungen. Über die Lösch- und Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr nach den Luftangriffen auf die Stadt sind leider außer einigen Fotos noch keine schriftlichen Aufzeichnungen gefunden worden. Knapp vor Kriegsende wurden sämtliche Löschfahrzeuge der Luftschutzpolizei, einer Parallelorganisation zur Feuerwehr, und drei Fahrzeuge der Stadtfeuerwehr nach Oberösterreich verlegt. Die restlichen modernen Fahrzeuge der Feuerwehr wurden angeblich bei den Bombenangriffen zerstört.

2. April 1945: Die Stadt lag in Schutt und Asche. Feuerwehrmänner wurden sofort wieder tätig, setzten die wenigen noch vorhandenen Geräte ein, um zahlreiche Brände zu löschen. Erst als es im Herbst 1945 gelang, mehrere der noch vor Kriegsende verschleppten Löschfahrzeuge, aus Oberösterreich wieder zurückzuholen, konnte ein geordnetes Feuerlöschwesen aufgebaut werden. Die Feuerwehr unterstützte aber auch den Wiederaufbau der Stadt. Lebensmittel und Baumaterial wurde transportiert, Holz wurde gefällt und als Heizmaterial zur Verfügung gestellt. Ein eigener Bauzug half, durch Bombertreffer beschädigte Gebäude wenigstens notdürftig wieder bewohnbar zu machen. Auch wurde der Rettungs- und Krankentransportdienst wieder aufgenommen.

Die Feuerwehren waren immer mehr zu einer umfassenden Hilfsorganisation geworden, nur die innere Struktur sollte noch angepasst werden. Schon kurz nach dem Krieg verlangte der damalige Kommandant der Wiener Neustädter Wehr, Ing. Josef Strobel, die Umwandlung der Feuerwehren in eine öffentlich rechtliche Körperschaft, aber erst am 31. Dezember 1969 war es dann soweit: Aus dem Verein „Freiwillige Stadtfeuerwehr Wiener Neustadt und deren Rettungskolonne“ wurde die öffentlich rechtliche Körperschaft „Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt“.

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