Brand vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht: Brandschutzbeauftragter beweist Sinn von Vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen

Gegen Mittag des Florianitages (4.5.2026) wurde in der Bereichsalarmzentrale Wiener Neustadt ein automatischer Brandmelderalarm angezeigt. Sofort mit dem Eintreffen der Meldung rückte ein Tanklöschfahrzeug mit voller Besatzung zum Einsatzort aus. 

Bei der Lebenshilfe NÖ in der Civitas Nova eingetroffen, wurden die Einsatzkräfte bereits vom Brandschutzbeauftragten empfangen. In einem Papierkorb im WC im Erdgeschoß brach ein Brand aus. Der Leiter des Facility Managements und Brandschutzbeauftragte Andreas Perwein berichtete, dass er beim Ertönen des Alarms die Meldergruppe überprüfte und Nachschau hielt. Da er erkannte, dass es sich um einen Entstehungsbrand handelte, zögerte er nicht, nahm einen tragbaren Feuerlöscher und bekämpfte erfolgreich den Kleinbrand. 

"Besonders in Einrichtungen mit vielen Menschen ist die Brandfrüherkennung ein wichtiges Mittel für den Brandschutz. Nicht nur, dass der Brand in seiner Entstehung bereits detektiert wird. Es werden dadurch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewarnt, man kann - wie in diesem Fall - rasch eingreifen und den Brand zumindest eindämmen. Herr Perwein hat bewiesen, dass mit der Verknüpfung zwischen baulichem und organisatorischem Brandschutz große Schäden abgewendet werden können", zeigt sich Wiener Neustadts Branddirektor Christian Pfeiffer zufrieden mit dem Ausgang des Einsatzes. "Das Beste für uns ist, wenn wir nicht viel zu tun haben. Das schont unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte", so Pfeiffer. 

Aber nicht nur die Einrichtung und die Menschen in den entsprechend geschützten Gebäuden sind Ziel des Schutzes solcher Einrichtungen: "Bei den Maßnahmen des Vorbeugenden Brandschutzes geht es vorwiegend um die Menschen und den Besitz, das liegt auf der Hand. Aber eine rasche Branddetektion, kurze Interventionszeiten durch rasche Übertragung und Alarmierung zur Feuerwehr sowie die vor Ort entsprechende Infrastruktur mit Feuerwehrbedienfeld, um zu sehen wo welcher Melder ausgelöst hat, die damit verbundenen Brandschutzpläne, um sich rasch orientieren zu können und die entsprechenden Abschottungsmaßnahmen führen - wie dieser Fall beweist - dazu, dass der Betrieb sofort weitergeführt werden kann. Das konnte dank der Einrichtungen des Vorbeugenden Brandschutzes schon oft bewiesen werden", erklärt Pfeiffer weiter. 

Im Falle der Lebenshilfe NÖ in der Civitas Nova mussten die Neustädter Feuerwehrmitglieder nur noch den betroffenen Bereich belüften. Die Mannschaft konnten nach einer knappen halben Stunde Einsatz wieder einrücken. 

Automatische Brandmeldeanlage und Übertragung zur BAZ Wiener Neustadt
Nur gemäß Technischer Richtlinie Vorbeugender Brandschutz installierte und abgenommene Brandmeldeanlagen dürfen nach speziellen Vorschriften an eine öffentliche Feuerwehr angeschaltet werden. Sobald man eine automatische Brandmeldeanlage installiert hat, gibt es Vorschriften, die befolgt werden müssen. Heimrauchmelder dürfen nicht einfach mit einem Wählgerät einen Notruf wählen oder an eine Auswertezentrale zur öffentlichen Feuerwehr angeschaltet werden. Auch für Heimrauchmelder gibt es eigene Vorschriften wie die TRVB 122. Weitere Fragen beantwortet die Spezialisten am Magistrat Wiener Neustadt aus dem Fachbereich Bauen & Wohnen.